Wurden früher harte Matratzen empfohlen, ist für einen gesunden Schlaf heute Elastizität gefragt. Bei einer zu weichen Lage hängt die Wirbelsäule durch, ist die Matratze zu hart, wird sie bei Seitenlage zu einem „S“. Je nach Schlaftyp (Seitenschläfer, Bauchschläfer oder Rückenschläfer) werden mehr oder weniger stark zonierte Matratzen empfohlen. Entsprechend haben sich auch die Materialien in der Matratze gewandelt. Während Federkernmatratzen über Jahrzehnte überwiegend in den Betten zu finden waren, weiß man heute, dass ihre Anpassung an den Körper aufgrund ihrer Festigkeit nur gering ist und sie deshalb vor allem für Personen mit Rückenproblemen nicht zu empfehlen sind.
Entsprechend sind neue Materialien gefragt: Kaltschaum, Hydrofoam aus hochwertigen Schäumen, Latex und als Maßstab für Punktstabilität Talalay-Latex. Dabei wird noch mit verschiedenen Härtegraden gearbeitet, so dass der Endverbraucher im wahrsten Sinne des Wortes heute seine für ihn optimale Matratze erhält.
Bei soviel Sorgfalt, Individualität – ja High-Tech im Innenleben moderner Matratzen, muss auch der Matratzenbezug passen. Matratzen passen sich dem Körperdruck an, geben nach und stützen wo es gut für die richtige Lage ist. Das erfordert Bezüge, die genauso flexibel sind wie die Matratze selbst. Bei gewebter Ware ist diese Flexibilität nur mit der Verarbeitung spezieller Fasern erreichbar. Jedoch einfacher und kostengünstiger ist der Einsatz gestrickter Ware. Sie ist von Natur aus in zwei Richtungen elastisch und zeichnet sich auch durch ein sehr gutes Rücksprungverhalten aus. Gestrickte Ware ist punktelastisch, angenehm weich, voluminös, luftdurchlässig, waschbar und in unterschiedlichsten Gewichten produzierbar.
Aufgrund der hohen Produktivität und Wirtschaftlichkeit haben führende Matratzenbezug-Hersteller längst die überzeugenden Vorteile des Rundstrickens erkannt. Der Einsatz kostenintensiver Spezialgarne für mehr Elastizität entfällt. Rundgestrickte Ware verzieht sich weniger und beult auch nicht aus, lässt sich durch ihr Plus an Volumen besser weiterverarbeiten, ermöglicht Schlauchproduktion und macht das Absteppen als zusätzlichen Arbeitsgang überflüssig. Heutige Matratzenbezüge sind vorwiegend abnehmbar und waschbar. Bei gestrickter Ware lässt sich der Bezug leicht abnehmen und auch wieder überziehen.
Premium-Anbieter im Marktsegment Matratzenbezüge ist der deutsche Rundstrickmaschinenhersteller Mayer & Cie. Dieses Unternehmen hat sein Maschinenangebot sehr präzise auf die einzelnen Marktsegmente ausgerichtet. Der Matratzenmarkt unterteilt sich aktuell in 3 Hauptsegmente:
1. Top-Segment – Marktanteil ca. 20%
Die Matratzenverkaufspreise bewegen sich in der Größenordnung von Euro 1.400 bis Euro 1.700,-. Die verwendeten Garne sind Naturfasern, das Mayer & Cie. Maschinenangebot umfasst die OVJA 1.6 EE und die OVJA 1.1 TTRB.
2. Mittleres Segment – Marktanteil ca. 25%
Hier liegen die Endverkaufspreise für eine Matratze in einem Korridor von Euro 300,- bis Euro 1.400,-. Auch in dieser Qualitätsstufe werden hauptsächlich Naturfasern eingesetzt. Die optimale Maschinenausstattung für dieses Marktsegment bietet Mayer & Cie. mit den Modellen OVJA 1.6 E und topaktuell die neue OVJA 1.6 EM.
3. Billig-Segment – Marktanteil ca. 55%
Die Matratzenpreise bewegen sich zwischen Euro 50,- bis zu Euro 300,-. Die verwendeten Garne für diese Bezüge sind vorwiegend Synthetik-Garne. Neben der OVJA 1.6 E bzw. EM ist hier vor allem die OVJA 2.4 E wegen der höheren Systemzahl und Leistung die ideale MCT-Maschine.
Über allen Marktsegmenten lässt sich ein starker Gewinn an Marktanteilen vor allem bei Schaumstoffmaterialien feststellen. Allein in Deutschland ging der Verkauf von Federkernmatratzen von 2001 bis 2005 um 12% zurück, während Schaumstoffmatratzen um 203% zunahmen. Dieser Trend wird sich durch die verstärkte Aufklärung durch die Medien wesentlich beschleunigen. Damit hat auch der Matratzenbezug rundgestrickt eine erfolgreiche Zukunft.
Die Maschinen
Matratzenbezüge werden vor allem mit elektronischen Rundstrickmaschinen gestrickt. Die Gründe liegen in der Mustersicherheit und der schnellen Musterumstellung, die teure Rüstzeiten zu wirtschaftlichen Produktionszeiten werden lassen. Gerade bei elektronischen Rundstrickmaschinen hat Mayer & Cie. durch die patentierte Einzelnadelauswahl mit nur einem Magnet pro System eine exponierte Marktstellung.
OVJA 1.6 E und OVJA 1.6 EM – universell und hochproduktiv.
Die OVJA 1.6 E gehört zu den Bestsellern unter den Rundstrickmaschinen. Weil sie einfach in der Bedienung und sicher im Einsatz ist. Große Mustervielfalt, einfaches Umstellen, auch der Warenrückseite, garantieren rationelles Stricken selbst bei kleinen Metragen.
Mit der OVJA 1.6 EM hat Mayer & Cie. diese Maschine speziell für die Matratzenbezug-Herstellung modifiziert. Das zeigt sich vor allem in einer Steigerung der Produktivität um gut 30% im Vergleich zur OVJA 1.6 E. Die Geschwindigkeit konnte von 18 U/min auf 24 U/min bei 38“ gesteigert werden. Um diese Leistung im Dauerbetrieb zu garantieren, waren umfangreiche, technisch-konstruktive Änderungen notwendig. So wurde die elektronische Einzelnadelauswahl modifiziert, um auch bei 24 U/min den sicheren Betrieb zu gewährleisten. Der Strickkopf wurde mit speziellen Fadenführern und Nadeln ausgerüstet und die neu entwickelte Steuerplatine ist so ausgelegt, dass sie bei dieser Geschwindigkeit zuverlässig arbeitet.
OVJA 2.4 E – mit 92 Systemen ideal für Matratzenstoffe.
Speziell für Matratzenstoffe bietet Mayer & Cie. die OVJA 2.4 E mit 92 Systemen und einem Durchmesser von 38“, zusammen mit dem Industriegestell für Warenballen bis zu 920 mm an. Die OVJA 2.4 E ist mit 2,4 Systeme pro Zoll hochproduktiv und ideal für große Mengen im Niedrigpreis-Segment, ohne auf Vielseitigkeit und schnelle Musterumstellung durch Vollelektronik verzichten zu müssen.
OVJA 1.6 EE mit elektronischer Einzelnadelauswahl im Zylinder- und Rippschloss.
Die OVJA 1.6 EE strickt Volljacquard beidseitig in Design und Struktur. Im Vergleich zur OVJA 1.6 E werden die Muster- und Bindungsmöglichkeiten deutlich erweitert, da die Rippnadeln mitmustern – elektronisch gesteuert. Das eröffnet viele Möglichkeiten für die Herstellung anspruchsvoller Matratzenbezüge. Die OVJA 1.6 EE strickt Rechts-/Rechts-Jacquard in allen denkbaren Bindungen.
Dabei sorgen auch bei dieser Maschine kürzeste Umstellzeiten für hohe Produktivität, auch bei kleineren Losgrößen. Und wie bei allen Elektronik-Maschinen garantiert die tausendfach bewährte Mayer & Cie. Elektronik auch bei der OVJA 1.6 EE eine problemlose Produktion in bester Jacquardqualität.
OVJA 1.1 TTRB – Mode trifft auf Bezugsstoffe.
Die OVJA 1.1 TTRB bietet alles, was eine Rundstrickmaschine für die große Modevielfalt bieten kann: 3-Wege-Jacquard und automatische Kuliereinstellung für den Rand eröffnen Mustervielfalt für beide Gestrickseiten. Schnell eingestellt durch die elektronische 3-Wege-Einzelnadelauswahl der Zylinder- und Rippnadeln. Und mit Ringel und Transfer wird modische Kreativität grenzenlos. Die Möglichkeit der Elastomerplattierung in zu definierenden Bereichen gibt in speziell zonierten Matratzenbereichen mehr Elastizität.
MDS 1 – die Komplett-Software für eine schnelle und umfassende Mustererstellung.
MDS steht für Mayer Design Software zur Mustererstellung auf dem Computer. MDS 1 verarbeitet Rapportdateien, Ringeldateien und Randdateien automatisch und ermöglicht ein Layout über das gesamte Muster. Ist ein Muster strickfertig erstellt, erfolgt die Kontrolle über eine Testfunktion. Die Datenübertragung auf die Maschine erfolgt per Ethernet oder USB-Stick. Empfohlen für den Einsatz von MDS 1 werden Windows 2000 oder eine neuere Version.